EMDR – Eye Mouvement Desensitization and Reprocessing bedeutet Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung.

Mit Hilfe der EMDR-Methode können Traumafolgestörungen bei Kinder und Erwachsenen behoben werden.

Ausgangspunkt bei der Anwendung von EMDR sind die geleiteten Augenbewegungen (bilaterale Stimulation). Der Klient folgt mit seinen Augen der Handbewegung des Ausführenden. Dieser bewegt seine Hand abwechselnd nach links und rechts. Diese Augenbwegungen sind mit denen des REM-Schlafs vergleichbar. Dies ist die Phase des Schlafes, indem der Mensch die Begebenheiten des Tages verarbeitet. 

Der Klient kann die belastende Geschehnisse aus sicherer Distanz und in Begleitung einer Fachperson verarbeiten. Im Verlauf der Anwendung verblassen die belastenden Erinnerungen immer mehr und die bestehende Symptome (körperlich wie psychisch) können aufgelöst werden. 

Die EMDR-Methode wurde Mitte der 50er Jahre von Dr. Francine Shapro mit bewundernswerter wissenschaftlicher Genauigkeit vorangetrieben und es ist zu einer deutlichen gesellschaftlichen Veränderung gekommen. Die Bedeutung “psychischer Traumatisierung” für das seelische und körperliche Leiden vieler Menschen ist heute wissenschaftlich wie gesellschaftlich anerkannt. Es ist mittlerweile unbestritten, dass postraumatische Belastungsstörungen und verwandte psychotraumatische Folgestörungen häufig sind. Diese Störungen verlaufen häufig chronisch und klingen in 20 bis 30 % der Fälle auch innerhalb von vielen Jahren nicht ab. Eine Anwendung von EMDR konnte in vielen Fällen das Leben der Betroffenen nachhaltig zum Positiven verändern.

Studien belegen die hohe Wirksamkeit der EMDR-Methode eindeutig.