Plötzliches Herzrasen, Schwindel, die Hände fangen an zu schwitzen, Zittern, man bekommt keine Luft mehr, man glaubt ohnmächtig zu werden – man hat das Gefühl zu sterben. So äussert sich eine Panikattacke. Für den Betroffenen der blanke Horror, denn er scheint komplett die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren… 

Dem ist aber nicht so… 
Wichtig ist es sich in einem ersten Schritt bewusst zu machen, dass eine Panikattacke eine „ganz normale“ Reaktion des Körpers auf eine meist unbewusst starke Stressreaktion ist. Obwohl es einem so vorkommt, ist sie nicht lebensbedrohlich. Da wir über ein „Körpergedächtnis“ verfügen können die Attacken aber immer wieder durch einen gewissen Trigger ausgelöst werden.

Was passiert nun bei einer solcher Attacke? 
Kurz erklärt: unser Gehirn schaltet durch einen Auslöser in den Kampf- oder Fluchtmodus. In dem Fall ist nur noch der hintere Teil des Gehirns aktiv, das Stammhirn. Demnach ist es wichtig, wieder das gesammte Gehirn zu aktivieren, unter anderem durch Atemübungen, Orientierungsungsüben im Hier und Jetzt u.v.m., was eine akute Attacke unterbrechen kann.

Doch was sind die Auslöser? 
Die Auslöser können unter anderem lang anhaltender akuter Stress sein, starke Angstreaktionen, ein Unfall oder traumatisches Erlebnis sein. Panikattacken können aber auch durch organische Störungen (z.B. Schulddrüsenüberfunktion) ausgelöst werden. Meist ist etwas Detektivarbeit gefragt und je nach „Verdacht“ leite ich den Betroffenen auch an einen Facharzt weiter.

Kann man Panikattacken loswerden?
Ich behaupte an dieser Stelle: ja (jedoch verspechen tue ich nichts). Und zwar indem man die Ursache und nicht die Symptome behandelt. Dies geht nicht von heute auf morgen und etwas Geduld und eine gute Compliance seitens des Betroffenen ist gefragt. Jedoch wird man im Laufe der Zeit merken, wie man sich Schritt für Schritt in eine neue Zukunft bewegt.